Dimanche, Septembre 05, 2010
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BC Bischmisheim feiert Kantersieg in Lüdinghausen

BC Bischmisheim feiert Kantersieg in Lüdinghausen, bleibt aber in der Tabelle Zweiter hinter dem BC Beuel.

Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat nach der 3:5-Niederlage gestern gegen den BC Beuel am letzten Spieltag der Badminton-Bundesliga mit 8:0 bei Union Lüdinghausen gewonnen. Um über das Spielverhältnis die Tabellenspitze vom punktgleichen BC Beuel zurückzuerobern, reichte dieses starke Ergebnis jedoch nicht, da die Bonner zeitgleich mit 8:0 gegen die SG EBT Berlin gewannen, die ohne ihre Top-Damen Juliane Schenk und Nicole Grether sowie die beiden starken indischen Einzelspieler Chetan Anand und Arvind Bhat antrat. Somit spielt der BCB als Tabellenzweiter am 27. und 28. März im Playoff-Halbfinale gegen die drittplatzierten Berliner. Das zweite Halbfinale tragen Beuel und Lüdinghausen aus.

BCB-Vereinschef Frank Liedke ärgerte sich über die taktische Niederlage der Berliner, die so dem BC Beuel im Halbfinale aus dem Weg gehen wollten. „Das ist für mich Wettbewerbsverzerrung. Mit einer normalen Besetzung hätte Berlin in Bonn ein Unentschieden herausspielen können", sagte Liedke. Vom Regelwerk sei dieses Vorgehen zwar legitim, „moralisch ist es aber einfach nicht in Ordnung". Auch die Spieler waren enttäuscht. „Wir haben alles getan, was wir konnten, um wieder an die Spitze zu kommen. Es ist ärgerlich, dass es für nichts war, weil eine andere Mannschaft nicht ihre besten Leute aufgestellt hat", sagte Kristof Hopp.

Für Liedke ist das Vorgehen der Berliner ein klares Zeichen dafür, dass das aktuelle Spielsystem der Bundesliga mit der Punkterunde und anschließenden Playoffs und Playdowns nicht mehr haltbar ist. „Wir haben aufgrund der unterschiedlichen Leistungsniveaus eine zweigeteilte Liga. Und heute haben wir gesehen, dass man sich im oberen Teil der Tabelle durch Taktieren auch noch aussuchen kann, auf welchem Platz man am Ende landet", sagt er. „Das macht unseren Sport unglaubwürdig. Wie sollen wir es vor den Zuschauern, den Medien und auch unseren Sponsoren vertreten, wenn erst in den Playoffs alle in voller Stärke antreten?"

Liedke plädiert für ein Spielsystem, in dem „jedes Spiel wichtig und umkämpft ist". Sein Vorschlag wäre, die Liga von acht auf zwölf Mannschaften aufzustocken, dafür die einzelnen Partien von acht auf fünf Spiele zu verkürzen. „Wenn außerdem nur der Erste fürs Finale gesetzt wäre und der Zweite und Dritte noch einmal um den zweiten Platz im Finale spielen müssten, würde das wieder für mehr Spannung sorgen", erklärt der BCB-Vorsitzende.

Im Hinblick auf die Playoffs sagt Liedke: „Natürlich hätten wir lieber gegen Lüdinghausen gespielt, aber wenn wir unseren Titel verteidigen wollen, müssen wir letztendlich jeden schlagen. Im Halbfinale wird Berlin alles aufbieten, was sie haben. Das wird richtig eng. Da müssen unsere Spieler alle Kräfte zusammenrappeln und jeder für jeden kämpfen."

Die Ergebnisse der Partie gegen Lüdinghausen im Überblick:

Michael Fuchs/Johannes Schöttler – Vladislav Druzhchenko/Hendrik Westermeyer: 21:19, 21:11
Olga Konon/Emma Wengberg – Karin Schnaase/Carina Mette: 21:19, 21:16
Kestutis Navickas/Kristof Hopp – Kristian Karttunen/Jan Sören Schulz: 18:21, 21:19, 21:15
Kestutis Navickas – Yuhan Tan: 21:17, 20:22, 21:14
Olga Konon – Karin Schnaase: 21:16, 21:7
Kristof Hopp/Emma Wengberg – Hendrik Westermeyer/Laura Ufermann: 23:21, 21:17
Dieter Domke – Kristian Karttunen: 21:19, 21:11
Marcel Reuter – Vladislav Druzhchenko: 19:21, 21:13, 21:18

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